Engelsnacht (2) - Engelsmorgen von Lauren Kate
Und zu Buch zwei der Geschichte von Luce und Daniel: Engelsmorgen, (Torment, Vertige). Ich habe es auf Deutsch gelesen, wo es 444 Seiten lang war.


Die Sword & Cross ist nicht sicher genug für Luce, nicht mehr. Um sie am Leben zu erhalten, schickt Daniel sie zur Shorline, einer Schule für Nephilim. Während sie versucht, alles zu lernen, was sie kann, wird Luce weiterhin von den Schatten ihrer Vergangenheit heimgesucht – ein Mädchen, dass ihre Doppelgängerin hätte sein können, wird angegriffen und fast getötet. Aber das ist nicht ihr einziges Problem: Was ist mit Daniel los? Wieso kann er ihr nicht die Antworten geben, die sie so dringend braucht?
Dieses Buch war genau das, was der Englische Titel bedeutet: Eine Qual. Tut mir leid, aber es stimmt. Der Anfang war viel zu lang und so kitschig! Ansonsten war es eigentlich spannend, also... so weit so gut, was den Stil betrifft. Das Buch war überhaupt nicht lustig und abgesehen von Miles und Shelby waren die Charaktere ziemlich eindimensional. Was echt schade ist. Aber was mich am meisten gestört hat, ist Folgendes: Kein Cam! Er läuft eins, zwei Mal durchs Bild, aber das war's. Und ich mochte ihn so sehr... ich meine, wirklich, Cam ist der bessere Mann. Er liebt Luce, aber nicht, weil er es muss. Er versucht, sie kennen zu lernen – Daniel denkt einfach, dass er schon alles über sie weiß, obwohl die 17 Jahre ihres Lebens ohne ihn verbracht hat, in denen sie, keine Ahnung, sich entwickeln haben könnte? So theoretisch? Außerdem hat Cam Humor und ist nicht so flach. Er versucht, seine Versprechen zu halten, er bleibt sogar in der Nähe, obwohl er weiß, dass sie ihn praktisch hasst. Daniel hält sein Wort nicht mal dann, wenn es was einfaches ist. Es ist so ironisch: Luce hat Daniel gewählt, weil er der Gute ist. Aber wie gut kann er sein, wenn er so selbstherrlich ist und seine Versprechen nicht hält? Im Ernst, Daniel ist in sich selbst verliebt. Einen Moment lang tut er so, als ob er kein Leben ohne Luce haben könnte und sie das Zentrum des Universums wäre, dann wieder nimmt er sie für selbstverständlich. Und, bei Gott, er hat all die siebzehn Jahre immer wieder ohne sie gelebt, nachdem sie gestorben ist, oder? Und mit Frauen geschlafen? Was an sich Sinn macht, und ich mache ihm keinen Vorwurf dafür. Aber er sollte wirklich aufhören, sich wie einen Heiligen darzustellen. Er hat schon Flügel, das reicht.
Spoiler:
Und etwas anderes, dass keinen Sinn ergibt. Wieso zur Hölle behandelt jeder außer Shelby Luce, als wäre sie ein Rockstar? Woher sollten die Eltern die Geschichte überhaupt kennen, wenn sie angeblich von ihren himmlischen Liebhabern ziemlich schnell fallen gelassen wurden?
Okay, nächster Fehler: Miles ist so schüchtern, ein so guter Junge, so... nun, er versucht, immer alles perfekt zu machen. Aber dann küsst er Luce, obwohl er a) Angst vor Zurückweisung hat und b) weiß, dass er sie nie haben kann. Geeeeeeeenau.
Wie man sieht ist diese Reihe also ein typischer Fall von Erstes-Buch-gut-aber-danach-geht's-Berg-ab. Das ist echt traurig.
Zusammenfassung:
Ich gebe dem Buch einen halben Stern für die Ideen und ziehe einen Stern für die Charaktere und den Plot ab – also wären wir so bei -1½.
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