Rezensionen

Helden des Olymp (1) - Der verschwundene Halbgott von Rick Riordan

28/09/2016 12:42

Und nun zum zweiten Abenteuer von Percy Jackson – oder, besser gesagt, seiner zweiten Serie, den Helden des Olymp: Der verschwundene Halbgott (The Lost Hero, Les héros perdu). Ich habe es als deutsches Hörbuch gehört, ursprünglich 2010 veröffentlicht.


Die Prophezeiung, die Rachel nach Manhatten gemacht hat? Die eigentlich in, sagen wir, einem Jahrhundert erfüllt werden sollte? Ohne Percy Jackson und seine Freunde… tja, das hätten sie wohl gerne so. Während Annabeth halb verrückt vor Sorge ihren Freund sucht, wacht Jason in einem Bus auf. Neben einem Mädchen, dass er nie zuvor gesehen hat. Ohne jeglichen Erinnerungen. Alles, was er weiß, ist, dass er tot sein sollte, Latein statt Griechisch spricht und irgendwie Hera was damit zu tun hat. Denn die Königin der Götter wurde entführt, um einen neuen Krieg zu provozieren… diesmal zwischen den Göttern und den Giganten. Giganten, die nur getötet werden können, wenn Götter und Halbgötter zusammen arbeiten… aber wie ist das möglich, wenn der Olymp abgeriegelt ist? Und, um das zu toppen, ist auch noch ein Verräter in der Gruppe, die Hera retten und das Erwachen ihres schlimmsten Feindes verhindern soll…

 

Die neuen Hauptpersonen sind der Hammer. Erst einmal zu meinem persönlichen Liebling: Leo. Leo ist ein Sohn des Hephaestus mit dem Ego und Charisma eines Sohns des Apollo – und der Fähigkeit, mit Feuer herum zu spielen. Er versteckt sich hinter seinem Humor und ist wirklich gut was Mechanik und Improvisationen angeht. Es gibt schlimmere Qualitäten!

Piper ist sein komplettes Gegenteil. Sie ist zwar nicht gerade schüchtern, aber sie will keine Aufmerksamkeit. Sie ist sanfter und weniger… nun ja, glücklich über ihr göttliches Elternteil. Kein Wunder. Die Göttin der Liebe und Schönheit? Ich hätte das auch eher weniger toll gefunden, aber wenn man Pipers Vergangenheit hat (die echt mies ist, auf jede mögliche Weise) und nachdem man dann das neue Zuhause gesehen hat? Und ihre Halbschwestern? Sie scheint nicht in all das rein zu passen, aber hey, die einzigen anderen Töchter der Aphrodite, die wir kennen gelernt haben, waren Selena und Drew.

Was ich an Piper am besten finde, sind ihre Loyalität und wie gut sie Leute versteht. Nicht ihre Kräfte, sondern wie sie sie zu sehen beginnt, wie sie sich erst schuldig fühlt und dann später realisiert, was sie bedeuten und wie sie ein Teil von ihr sind usw. Das ist echt cool.

Und ihre Beziehung zu ihrer Mutter? Jap, dem entgeisterten Mutter! kann ich mich da nur anschließen. Ich mag auch Leos und Hephaistos' Beziehung, besonders wenn man sich ansieht, wie respektvoll die anderen Halbgötter mit ihren Eltern umgehen. Leo ist einfach cool.

Nun, wie wir in Percy Jackson heraus gefunden haben, muss jede Abenteurergruppe drei Leute haben. Also zu Jason: Er selbst ist extrem pflichtbewusst, manchmal ein bisschen „socially awkward“ wie die Ammies so schön sagen, aber alles in allem ein netter Kerl mit einem gten Herzen. Und keinerlei Erinnerungen, aber das ist ja nicht seine Idee gewesen. Ich mag es, wie er er alles auf die Reihe kriegt – auch wenn ich es sehr seltsam finde, dass Chiron alles das gesamte Buch lang geheim halten konnte. Die Geheimnisse, meine ich.

Das bringt mich zu den anderen Dingen, die hier keinen Sinn ergeben. Erst einmal eine Frage. Wenn die Großen Drei der Griechen ein Versprechen gemacht haben, keine weiteren Kinder nach dem 2. Weltkrieg zu zeugen, wieso haben das die römischen Götter dann nicht auch gemacht? Sie sind doch viel zivilisierter. Was bedeuten würde, das sie doch a) auf eine ähnliche Idee kommen sollten (und zwar als erste) und b) ihren Schwur halten müssten – was zumindest mal bedeutet, dass Jason nicht existiert. Und was Thalia angeht… uhm, kein Plan. Ich kapier diesen ganzen Persönlichkeitskram nicht so ganz.

Zu meinem nächsten Punkt: Camp Half Blood schickt Jason auf eine Mission, nachdem er nur ein paar Stunden im Camp verbracht hat – nachdem wir erfahren haben, wie lange Annabeth für einen Auftrag kämpfen musste, fünf Jahre oder so. Aber hey, sie schicken gleich drei Halbgötter die sie nicht kennen und von denen zwei noch nie irgendeine Form von Training absolviert haben. Und von denen einer tot sein sollte. Tolle Idee, Jungs!

Auch Thalias Reaktion auf Jason ergibt nicht so ganz viel Sinn. Sie hat ihn viel zu schnell akzeptiert. Aber ansonsten ist die Beziehung zwischen den Jägerinnen und der Gruppe echt cool!

Ich mag ganz allgemein die Hinweise auf die eigentliche Serie. Annabeth und ihr kurzes Meet & Greet mit Piper und all das.

Uuuund die Kampfszenen und Problemlösungen der Gruppe sind echt lustig. Aber nicht so lustig wie das Satyr-Maskottchen der Gruppe. Coach Hedge. Super Kerl. Man würde ihn vermutlich erschlagen, nach dem man 5 Minuten lang im selben Raum wie er war, aber in einem Buch ist er großartig. Seine Beziehung zu Mellie? So flirtet man, Jungs.

Aber ich vermisse die Namen der Kapitel.

 

Zusammenfassung:

Ich gebe dem Buch Sterne für Charaktere, Ideen und Stil, minus einen für den Inhalt, plus SoGH.

 

Vorherige Serie: Percy Jackson

1. Diebe im Olymp

 

Nächster Teil:

Der Sohn des Neptun

 

Helden des Olymp (2) - Der Sohn des Neptun von Rick Riordan

28/09/2016 12:49

Und zu Teil 2 – Der Sohn des Neptun (The Son of Neptune, Le fils de Neptune). Ich habe es als deutsches Hörbuch gehört, ursprünglich 2011 erschienen.


Percy Jackson ist auf dem Weg nach – nun, das weiß er nicht so genau. Alles was er weiß ist sein Name, dass er nach einem wirklich langen Schlaf wach ist und einen Namen: Annabeth. Aber nachdem er in Neu Rom gestrandet ist, einem Camp für römische Halbgötter, erfährt er mehr: Er gehört hier nicht hin und wird hier auch niemals hin gehören. Aber Hera – pardon, Juno – hat noch große Pläne für ihn. Einer wäre, dass Percy den Weltuntergang innerhalb ein paar Tage verhindert… schon wieder. Und noch was: Irgendwie ist Nico DiAngelo, der Halbbruder seiner neuen Freundin Hazel, in all das involviert… Nun gut. Aktuell kann er sich auf etwas anderes konzentrieren: Den Tod zu befreien, damit die Monster wieder sterben können. Auch wenn ihn das seine neuen besten Freunde kosten wird.

 

Das Buch ist fast noch witziger als das erste. Außerdem ist es spannend, die Charaktere sind wunderbar und der Inhalt wirklich interessant. Ich mag vor allem Die Harpyie, Ella. Sie ist soooo cool! Und so niedlich. Ich liebe es, wie sie alles zitiert, was sie je gelesen hat – und das ohne Reihenfolgen! Das ist wirklich witzig.

Und ich liebe es, dass Tyson und Mrs. O'Leary wieder auftauchen. Die seltsamste Verstärkung, die die 12. Legion je gesehen hat, das ist klar. Ich glaube wohl kaum, dass das irgendjemand jemals toppen könnte.

Nun. Es ist so so süß, dass Percy sich an Annabeth und sonst an niemanden erinnern kann. Und wie er fast so verrückt ohne sie wird wie sie ohne ihn, auch wenn er nur ihr Gesicht und ihren Namen kennt. Aber das ist nicht nach dem Motto „Oh, sie ist so schön!“, er ist weder kitschig, noch geht er dem Leser auf die Nerven. Außerdem bleibt er bei der Sache und tut immer noch das Richtige – also vollkommen in character.

Aber erst mal zu den Charakteren aus Neu Rom.

Ich liebe, wer Reyna ist und wo sie her kommt, es ist cool, dass wir durch sie mal den kollateral Schaden der vorherigen Serie bemerken – und was das bedeutet, besonders für die Leute. Außerdem ist sie eine gute Person, mit einem Riesenpech was Jungs angeht. Sie ist loyal, mutig, tough und auf ganzer Linie eine gute Anführerin.

Octavian auf der anderen Seite ist ein sehr gruseliger Augur und Politiker. Ich liebe es, wie er ständig einen Teddy umklammert. Auch wenn mir die Flauschbälle leid tun. Ich habe einen Grundsatz gegen das Verstümmeln von Kuscheltieren, Tieren das Herz zu brechen und Laktose – letzteres genau wie Frank.

Bitte nehmt euch einen Moment, um euch gebührend über diese Überleitung aufzuregen. Ich habe mir viel Mühe gegeben, sie so beschissen wie möglich zu machen.

Zu Frank. Er ist cool. Er ist tollpatschig und hat ein gutes Herz, er ist laktoseintolerant und sein Leben hängt an einem Stück Brennholz. Außerdem ist er… sagen wir mal, flexibel, was seine Kräfte angeht. Er sollte arrogant und selbstzentriert sein, wegen seinen Kräften und Einschränkungen. Aber er ist einfach nur liebenswert, jedermanns Typ.

Und er und Hazel sind wirklich unglaublich gut gezeichnet. Ich meine, Hazel als Kind der 40ger? Von Flashbacks geplagt? Und was ihr warum passiert ist? Wirklich, wirklich gut gemacht. Auch wenn ich mich frage, wie es den Göttern möglich ist, Gaia so dermaßen in die Hände zu spielen, wenn das Plotten selbst von Heras Seite in den 40gern angefangen hat.

Nun zu dem inhaltlichen Fehler.

Der Kampf zwischen dem Giganten und Frank ist wirklich unglaubwürdig. Wenn ein Gigant so groß wie dieser mit Vollgas gegen einen Elephanten, oder einen Bären oder was auch immer rennt, hat das Tier das Problem, nicht der Gigant! Ein enormer Mutantenbär oder so was wäre vielleicht noch was anderes – aber dann wäre es ganz nett, wenn das erwähnt würde. Außerdem: Er ist der Gott, der ihnen geholfen hat? Giganten können doch nur getötet werden, wenn ein Halbgott und ein Gott zusammen arbeiten. Okay, wir haben Frank, Hazel und Arion gegen den Giganten. Wer. Ist. Der. Gott? Denn es kann nicht der Tod sein, denn der hat keinen Finger gegen ihn erhoben. Also… ein wirklich mächtiger Gigant, der Hauptfeind im Buch… und tot nach ein paar Seiten unrealistischem Kampf. Ich muss sagen, der zwischen Percy und seinem Kerl ist deutlich besser – und lustiger. Ich mag die Art, wie der Gott ihm dabei geholfen hat.

Und wen ich noch mag… die Amazonen! Ihr Plot ist großartig. Das ganze Buch ist es. Auch wenn es einen ernsthaften Mangel an Satyren gibt.

 

Zusammenfassung:

Ich gebe dem Buch Sterne für Charaktere, Stil und die Ideen. Minus eins für die Ideen, plus eins für Reyna und was sie bedeutet. Plus SoGH.

 

Voriger Teil:

Der verschwundene Halbgott

 

Nächster Teil:

Das Zeichen der Athene

 

Helden des Olymp (3) - Das Zeichen der Athene von Rick Riordan

28/09/2016 12:57

Und… Teil 3! Das Zeichen der Athene (The Mark of Athena, La marque d'Athéna). Ich habe es als deutsches Hörbuch gehört. Ursprüngich 2012 heraus gegeben.


Endlich hat sich die Prophezeiung der Sieben erfüllt. Die verfluchte Tochter des Pluto und der verletzliche Sohn des Mars aus Camp Jupiter, und aus Camp Half Blood die Tochter der Aphrodite, die ihre Kräfte noch verstehen muss, und der Sohn des Hephaistos, der das Weglaufen noch gegen das Vertrauen zu tauschen hat. Und dann sind a noch der immer pflichtbewusste Jason, Sohn des Jupiter und der stets loyale Percy, Sohn des Poseidon, aus beiden Camps… die ihre eigenen Probleme mit Annabeth haben. Denn ihre Mutter, Athene, ist die eine griechische Göttin, die die Römer mehr als jeder sonst hasst, und alles tut, um sie auseinander zu treiben – auch ihrer Tochter einen Auftrag zu verleihen. Während dessen versuchen Gaias Handlanger, die Sieben und damit die Zivilisation auseinander zu reißen…

 

Dieses Buch ist nicht ganz so witzig wie seine Vorgänger, aber es hat seine Momente – wie mit Leo und Narziss! Ich bin für Team Leo! Aber mir tun Echo und die Nymphen/Dryaden leid. Der ganze Plot und wie er ausgeführt wurde? Gut gemacht!

Außerdem mag ich die Probleme, die Hazel und Leo miteinander haben… oder eher, die Hazel mit ihrer Vergangenheit, Frank mit Leo hat und Leo mit… Okay, das wird zu kompliziert. Lasst es mich dadurch zusammenfassen, dass ich sage, dass jeder Charakter seine / ihre Probleme mit den anderen hat, meistens einfach nur, weil sie sich noch nicht kennen und zusammen auf ein wirklich belastendes Abenteuer geschickt werden. Mit wirklich belastenden Schwächen und Hintergründen.

Lasst mich Annabeth als Beispiel nehmen. Wir kennen alle ihre Vergangenheit. Man füge hinzu, dass sie Percy schon wieder verloren hat – ist es so verwunderlich, dass sie nicht wirklich glücklich über ihre Mutter oder die Tatsache ist, dass die Götter ihr Liebesleben „interessant“ gestalten? Oder dass sie ihrer Mutter wegen ein Problem damit hat, den Römern zu vertrauen?

Übrigens, ihr kleines Date mit Venus: Die Göttin der Liebe, die sich wie ein klatschender Teenager verhält? Wieso überrascht mich das nicht. Aber es passt. Und mir tat jedes einzelne Mädchen am Tisch leid. Wirklich.

Aber auch Percy. Ich mag es, dass er nach Alaska Probleme mit Wasser hat. Und wie er damit kämpft, Annabeth alleine auf ihre Mission gehen zu lassen. Ich hätte vermutlich auch diese Probleme.

Annabeths und Percys Beziehung ist sooo süß! Selbst süßer als Jasons und Pipers. Wie er sich am Ende verhält? Aber ich mag es, dass Annabeth immer noch die Möglichkeit bekommt, sich selbst zu beweisen. Und das Percy sie nicht einsperrt oder so was und dass sie das mit Arachne fast komplett (okay, ganz) allein gelöst hat, mit einem gebrochenen Bein und allem. Eine wahre Tochter der Athene – die sich übrigens manchmal echt mies benimmt.

Was mich zu dem Zeug führt, was ich nicht mochte.

Ich vermisse Grover. Es ist schade, dass er zum Nebencharakter wurde. Ich meine, ernsthaft? Im ersten und zweiten Teil wurde er nicht einmal erwähnt! Das ist voll mies. Und nicht realistisch, wie gesagt.

Und die verschiedenen Sichten, ob man nun Nico retten sollte? Erst einmal kennt jeder Nico, Percy ist sogar mit ihm befreundet. Zweitens brauchen sie ihn für ihre Mission. Und drittens: Sie zweifeln ernsthaft an ihm, weil er schon vorher über beide Camps Bescheid wusste?! Percy und Jason sind doch ausgetauscht worden und in beiden Camps Zuhause. Die ganze Gruppe kommt aus zwei verschiedenen Camps und Heras Plan hat den alleinigen Grund, beide Camps zusammen zu schließen. Das Argument, dass Nico von beiden Camps wusste, müsste also für ihn sprechen, oder?

Okay, zurück zu dem guten Zeugs. Die Gedankenmanipulation war wirklich gut gemacht, wie Percy, Leo und Jason ausflippen und wie Piper all das in Kathoptris sieht.

Apropos Visionen: Die eine für Piper war gut gemacht und ich vermisse Rachel. Es ist nett, dass sie wieder auftaucht, wenn auch nur in einem Paragraphen. Und ihr „Battle“ mit Octavian war sooo gut!

Übrigens, ich mag es, wie sich Leo entwickelt. Er tut mir leid, wie Gaia mit ihm spielt, aber er macht sich wirklich. Genau wie Hazel und Frank. Der arme Frank. Wenn ich er wäre, würde ich mich in Leos Gegenwart auch nicht wohl fühlen. Überhaupt nicht.

Oh, und die Unterwasser Schule ist großartig. Backunterricht. Unterwasser! Ich liebe diese Geschichten, sie sind einfach wunderbar! Und ich will diese Brownies.

 

Zusammenfassung:

Ich gebe dem Buch einen Stern für Stil, Ideen, Charaktere und die Gedankenmanipulation, minus eins für den Inhalt.

 

Voriger Teil:

Der Sohn des Neptun

 

Nächster Teil:

Das Haus des Hades

 

Helden des Olymp (4) - Das Haus des Hades von Rick Riordan

28/09/2016 13:04

Und nun zu Teil 4 – Das Haus des Hades (La maison d'Hadès, The House of Hades), ursprünglich 2013 veröffentlicht. Ich habe die 608 Seiten auf Englisch gelesen.


Es ist alles furchtbar schief gelaufen. Annabeth hat gewonnen – doch der Preis war viel zu hoch. Während sie und Percy im Tartarus um ihr Überleben kämpfen müssen, muss der Rest der Crew rechtzeitig die Tore des Todes finden… was für Jason bedeutet, dass er heraus finden muss, wo er hingehört, dass Frank sein Erbe annehmen und Hazel lernen muss, dass Unmögliche herbei zu führen… und dass Leo das finden muss, wonach er sich immer gesehnt hat, nur um es dann wieder zu verlieren.

 

Nun. Ich war von diesem Buch ziemlich enttäuscht. Es ist immer noch lustig und auch noch spannend, aber… es ist nicht so gut, versteht ihr? Es scheint alles zu zusammenhangslos, zu viele Charakterentwicklungen, die aus dem Nichts zu kommen scheinen. Es wirkt wie ein Rollenspiel, dass jemand in ein Buch verwandelt hat. Also, es hätte besser sein können.

Außerdem hatte ich ein paar Probleme, den Magieteil in all dem zu verstehen.

Spoiler:

Zu den Toren des Todes. Ich hatte immer geglaubt, dass die Wahl, die Percy nicht treffen kann, damit zu tun hat, wer in den Tartarus geht und die Ketten zerstört. Und eines furchtbaren Todes stirbt, denn das ist ein Opfer, dass gemacht werden muss und auf dass es in den vorherigen zwei Büchern immer wieder Hinweise gab – genau wie auf die Tore des Todes, weshalb es Sinn machte, wenn die beiden miteinander zu tun haben. Also, Frank hätte die Entscheidung getroffen (z.B. Hazel da runter gehen zu lassen, weil sie ein Kind des Pluto ist und er dann Thanatos schicken könnte, um sie dahin zu bringen, wo sie hin gehört). Das wäre total schlüssig und gut für die Geschichte gewesen. Statt dessen gibt es diese wirklich unglaubwürdige aber praktische Lösung für alle Probleme der Helden: Die Tore des Todes, wenn befreit, können noch einmal jemanden transportieren, bevor sie sich in wegteleportieren. Aber um jemanden zu transportieren, muss jemand draußen warten und 12 Minuten lang einen Knopf drücken. Auf beiden Seiten. Was denn, hat Thanatos zwei unsichtbare Geschwister, die nichts besser zu tun haben, als die Türen zu verfolgen und die Knöpfe zu drücken, wann Thanatos sie braucht?! Das macht doch keinen Sinn! Und selbst wenn doch: Wie kann es sein, dass es Percy Jackson möglich ist, Bob und seinen Freund zurück zu lassen? Es ist seine eine fatale Schwäche, diese absolute Loyalität, die es ihm unmöglich macht, ein Opfer wie das zu machen. Klar, er hat zwar seine Mutter in der Unterwelt gelassen. Aber nachdem Gaia und Hera und jeder andere gesagt haben, dass es ihm unmöglich ist, so etwas zu tun… also, wie konnte er dann?

Und, übrigens, der Kampf gegen Tartarus war so überflüssig wie anti-klimaktisch. Echt jetzt. Man hat einen Gott, der alles Böse zur Welt gebracht hat, einfach dadurch, dass er sie erträumt hat. Und er taucht auf… und wird von einem Skelett-Kätzchen, einem Giganten und einem Titan verprügelt? Während eine Armee der Monster um ihn herum ist? Was ist er, der Gott des Nichts und der Punching Balls?

Um weiter mit der Magie zu machen: Wie genau kann Hazels Macht über den Nebel mehr als eine Illusion sein? Denn Hazels Magie ist ja nur der Nebel und ihr Fluch. Also, wie ist es für sie möglich, dass Labyrinth zu verändern? Ist es ein Mix aus ihren Kräften, was sie kann und sonst niemand?

Und noch was, was ich nicht mochte.

Piper ist der Leim, der die Sieben zusammen hält. Hera hat es gesagt.

Warte, Gaia sagt, dass Leo der Leim ist.

Oh, eigentlich ist es ja Percy. Hera sagt das.

Ach, Moment, jeder außer Hazel und Jason werden als Klebe bezeichnet! Leo verbessert die Laune mit seinen Witzen und sorgt dafür, dass alle auf dem Boden bleiben. Percy ist der Freund von jedem und glaubt an jeden, ist loyal und alles in allem von dem Kampf zwischen Griechisch und Römisch unberührt. Annabeth ist diejenige, die ihnen sagt, was zu tun ist, und die sie davor bewahrt, den Kopf zu verlieren, weshelb die Crew sagt, dass sie das Herz der Gruppe sind – der Leim. Piper ist der Mittelsmann, der dafür sorgt, dass alle kooperieren und ruhig bleiben und… sie ist der Leim. Und Frank ist sowohl Griechisch als auch Römisch, allein wegen seines Erbes. Hazels Kräfte und Jasons Image der Pflicht macht jeden nervös. Auch wenn Hazel jedermanns beste Freundin, Schwester oder fester Freundin ist, die alle Probleme versteht und niemanden verurteilt. Sie ist diejenige, an die sich jeder wendet, wenn sie eine Schulter zum Ausheulen brauchen.

Also… wir haben mindestens fünf von sieben Leuten, die die Gruppe zusammen halten. Wie kann man also sagen, dass einer oder mehrere von ihnen der Leim ist?

Nun zu dem Zeug, das ich mochte.

Rachels und Grovers Come-back? Und Bob und sein Skelett-Kätzchen? Die Empusa? Jemand hat seine Bücher gelesen! Das ist echt toll.

Außerdem mag ich die Probleme, die jeder Charakter hat. Franks Probleme mit seinem Vater und wie Ares und Mars einen Schreiwettkampf in seinem Kopf veranstalten. Wie er das ganze in Semi-Heldenhafter Art löst.

Jason und wie er zwischen den Seiten steht, wie er endlich lernt, dass er sich selbst mehr vertrauen soll, und tun soll was er für richtig hält – die Initiative ergreifen soll. Auch wenn ich es lustig finde, dass ein Gott ihm das bei bringen soll.

Hazel und Piper mit ihrer Magie. Es ist nett. Wie Piper und Festus zusammen arbeiten? Großartig! Und ich liebe Reynas neue Rolle in dem ganzen. Sie ist echt ein höllisch cooles Mädchen, oder?

Aber am besten waren Annabeths und Percys Problemlösungsstrategien. Der Tartarus Tour Guide… Ich liebe diese Reihen.

 

Zusammenfassung:

Das SoGH für den Humor, ein ganzer Sten für Ideen, jeweils einen halben für Stil und Charaktere, minus einen ganzen Stern für den Inhalt. Und noch einen ganzen Stern dazu, weil Rick Riordan sich wirklich überlegt hat, was der kollateral Schaden der vorherigen Serie war – selbst mit den Monstern.

 

Voriger Teil:

Das Zeichen der Athene

 

Nächster Teil:

Das Blut des Olymps

 

Helden des Olymp (5) - Das Blut des Olymps von Rick Riordan

28/09/2016 13:11

Der letzte Teil der Helden des Olymp: Das Blut des Olymps (Le sang de l'Olympe, The Blood of Olympus), ursprünglich 2014 heraus gegeben, ich habe die 528 Seiten auf Englisch gelesen.


Der finale Kampf steht bevor, Gaia soll sich erheben… die Helden müssen einen Weg finden, die Giganten erneut zu schlagen und dann Gaia zu töten… und in der ganzen Zeit liegen die Camps im Krieg und Reyna, Nico und Trainer Hedge müssen per Schattenreisen nach New York, mit der Athena Parthenos im Gepäck – die einzige Möglichkeit, den Abgrund zwischen Griechisch und Römisch zu überbrücken. Aber die Geister wollen einfach nicht in der Vergangenheit bleiben.


 

Ich wette, dass Reyna einen Gott ohne das „Halb“ davor in den „Trials of Apollo“ findet. Und ratet, wer das wohl sein kann. Aber es passt. Sie ist altruistisch, und eine toughe Anführerin, aber Apollo kann ihr zeigen, dass sie auch mal für sich selbst leben muss, statt immer nur anderen ihre Stärke zu leihen. Und sie kann ihn pflichtbewusster machen und ab und an seinen Kopf waschen.

Nun. Der Apollo-Plot war nett gemacht, auch wenn ein wenig Foreshadowing in den vorherigen Teilen nicht geschadet hätte.

Genau genommen kann man das über das ganze Buch sagen.

Spoiler:

Die ganze Zeit hieß es, dass man Gaia nicht besiegen kann, sondern sie nur im Schlaf halten kann. Aber ratet, was passiert. Und das ist sooo ein Antiklimax! Die allmächtige Gaia wird einfach nach weniger als zehn Minuten nach ihrem Erwachen weggesniped, bevor sie irgendwas cooles machen kann. Und sie war der Hauptgegner seit der ersten Seite!

Außerdem, das Opfer am Ende. Wow, wiiiiirklich beeindruckend – oder auch nicht. Das ist einfach nur lahm. Ich meine, ich binf roh, dass Leo es übersteht, aber erstens einmal hätte Percy dem Plan zugestimmt, als wären Gaias und Heras omniöse Kommentare der letzten vier Bücher unnötig gewesen. Und zweitens… nun, es ist einfach lahm! Es ist ein einziger Antiklimax, auf der narrativen Ebene ist das Ende einfach mies!

Und es gibt noch andere Dinge, wo die Lösung des Problems so… unerwartet war, weil es gar keine Möglichkeit gab, wie der Leser an die nötigen Informationen ran kommen könnte. Gaias Vergangenheit, was sie wirklich will. Idioten Modus. Das Singen. Und es gibt noch so viel mehr Antiklimaxe! Hey, ich habe es geschafft, Daimus und Phöbus einfach dadurch zu besiegen, dass ich mich die Gefühle habe fühlen lassen (was weise ist, aber vor diesem Buch nicht Pipers Stil war) und dann nutze ich die dadurch gewonnene Fähigkeit um… einen Trank zu brauen, für den man ein Gänseblümchen braucht. Oookay. Das hätte spannender sein können.

Außerdem frage ich mich, wieso die Prophezeiung nicht Reyna, Hedge oder Nico inkludiert. Eigentlich folgen dem Ruf der Halbblute neun, der Titanen, Giganten und blutrünstigen Satyrne einer, oder? Sie hätten eine spezifischere Rolle in all dem haben sollen!

Außerdem, wieso muss die Welt eigentlich durch Leo oder Jason (oder Percy) untergehen? Wieso nicht durch Hazel? Sie hat die Macht über allen Reichtum unter der Erde und die Fähigkeit, den Nebel zu verändern und Dinge zum Leben zu erwecken – wie das Labyrinth. Sie ist viel mächtiger als ihre Freunde. Also, wieso ist sie keine Schlüsselfigur?

Spoiler:

Statt dessen ist es ihre Aufgabe… ähm, was eigentlich, im Endkampf? Und Franks? Wieso hat nicht jeder der Sieben eine spezifische Rolle im Endkampf gegen Gaia? Ich weiß nicht, Franks Auftauchen in Camp Half Blood als Ende der Reise seiner Familie und Annabeths Auftreten und Beruhigen der Griechen hätte doch die, ähm, vereinten Streitkräfte noch mächtiger machen können (oder so). Sie hätten die beiden Camps dazu bringen können, gemeinsam zu arbeiten (denn es macht nicht wirklich Sinn, dass sie nach einer wochenlangen Belagerung so einfach zusammen arbeiten!). Hazels und Pipers Magie hätte Gaia ablenken können, während Percy und Jason den Sturm kreiren und sie in die Luft kriegen – und Leo (& Octavian) machen/macht den Rest. Das hätte auch den netten Nebeneffekt, dass jeder Job von einem Römer und einem Griechen ausgeführt wurde. So viel zum Thema Balance, Leute. Ich glaube, dass das ein viel besseres Ende gewesen wäre.

Aber was ich mochte, waren Bufford der Tisch und wie er Trainer Hedges Lieblingskommentare herausposaunt – Gib mir 20 Liegestütze! - und Kym, und wie sie umgedreht wurde, Percy und Annabeths PTBS und Nicos Entwicklung. Ich mag es, wie er endlich aus den Schatten kommt – und wie er und Will einander näher kommen. Auch wenn Will ebenfalls aus dem Nichts zu kommen scheint.

 

Zusammenfassung:

Das SoGH für den Humor, einen Stern für Stil, ½ für Ideen, ½ für Charaktere und jeweils -1 für das Ende und für den Inhalt.

 

Voriger Teil:

Das Haus des Hades

 

House of Night (1) - Gezeichnet von P.C. und Kristin Cast

24/07/2016 11:26

Zu einer anderen Vampirserie... diesmal bei dem Weltbesten Mutter-Tochter-Team P. C. Und Kristin Cast, beginnend mit Gezeichnet – die House of Night-Reihe mit 12 Teilen! (Frz. Marquée La maison de la nuit, Original Marked – House of Night). Ich habe es mit 437 Seiten auf Deutsch gelesen, ich denke, man kann es wie ich mit 14 lesen (wenn man ein Mädchen ist), aber den Rest der Serie würde ich eher 16 + empfehlen. Ursprünglich 2007 veröffentlicht.


Zoey Montgomery ist ein total durchschnittliches Mädchen von einer durchschnittlichen High School in Broken Arrow, Oklahoma. Ihre Familie ist ziemlich durchgedreht, ihr fast-Exfreund drogenspchtig... aber sie passt irgendwie rein. Bis ein fremder Junge neben ihrem Spint auftaucht und ein Halbmondförmiges Toatto auf ihrer Stirn auftaucht. Was bedeutet, dass sie von einer geheimnisvollen Göttin zum werdenden Vampyr gezeichnet wurde, als wird sie sich entweder innerhalb der nächsten vier Jahre in einen Vamypr verwandeln, in einem Internat mit nächtlichem Unterricht wohnen und Blut trinken, oder sie wird an ihrem eigenen But ersticken. Aber sie ist auch für Jungvampyr-Verhältnisse speziell, als Augen und Ohren ihrer Göttin in der sterblichen Welt – und mit mehr Talenten als irgendein andere Vampyr je hatte. . Während Zoey versucht, sich anzupassen, merkt sie, dass sie diese Talente wirklich brauchen wird – und all ihren Mut.

 

Das erste Buch dieser Serie ist wirklich gut gemacht. Der Stil, in dem diese Geschichte verfasst ist, umgangssprachlich – manchmal ein Tick zu viel, für meinen Geschmack. Aber es passt zu Z. Unser Hauptcharakter lässt sich mit vielen Adjektiven beschreiben, aber „helle“ würde ich nicht benutzen, um sie zu beschreiben. Aber sie hat genug Charme, um das wett zu machen. Sie ist ein typischer Teenager: Sie liebt Make-Up, Mode uund all das, aber ihr Hauptziel ist es, sich anzupassen. Sie würde fast alles tun, um das zu erreichen. Sie fühlt sich von ihrer Mutter allein gelassen (was auch stimmt) und hat seltsame Freunde. Aber sie ist auch stark – wenn sie etwas wirklich will, arbeitet sie dafür. Sie glaubt an sich selbst und daran, was Richtig und was Falsch ist, die bleibt sich selbst treu und kämpft für sich und andere, sie bleibt bei ihren Wurzeln, weiß viel über Kräuter und Rituale und hat einen erfrischenden Blick auf die Menschen um sie herum und die Situationen, in der sie sich befindet – ich mag sie. Weshalb ich dieses Buch auch so häufig wie Verfolgt bis aufs Blut (Glass Houses) gelesen habe, was ungefähr eine Millionen Mal ist, und es ist immer noch gut gemacht. Was faszinierend ist, ist der Hintergrund und die Welt – aber ich werde erst mal weiter die Charaktere abfrühstücken.

Zs Familie ist, wie ich bereits sagte, ein wenig durchgedreht. Zoey hasst ihre Geschwister mehr oder weniger, einfach weil sie ihrer Mom nicht die Meinung sagen wollen – und weil sie denkt, dass ihre Schwester eine Schlampe und ihr Bruder dumm ist. Ihre Mutter hat ihre ganze Persönlichkeit und ihre Rolle als Mutter aufgegeben, seit sie Zs Stiefvater geheiratet hat. Die einzige, die Zoey in ihrer Familie mag, ist ihre Großmutter, eine Cherokee – und eine starke, liebevolle und weise Person. Sie soll eine ganz gute Menschenkenntnis haben und ist immer für Zoey da.

Ihre BF, Kyla, ist eine wirklich schlechte Person – und Heath, ihr Fast.Ex, ist einfach nur dumm. Im Ernst.

Okay, zu den Jungvampyren: I liebe Stevie Rae. Sie ist Country Sonnenshein. Sie ist vertrauensvoll, und -würdig, süß und wirklich clever. Außerdem hält sie zu Z, egal worum es geht – genau wie ihre Freunde.

Damien ist quasi das Hirn der Serie, und ein kleiner Besserwisser, aber er ist imernoch lustig und nett.

Die Zwillinge sind... nun ja, interessant. Sie sind fast das perfekte Kontrastprogramm, aber sie denken fast identisch. Sie konzentrieren sich Hauptsächlich auf Mädchenkram – Jungs, Jungs, Make-Up, Jungs, Klamotten und über Leute reden – oder lästern. Sie wissen quasi alles, was an der Schule so passiert.

Erik ist der perfekte feste Freund – talentiert, gutaussehend, jung, stark, liebenswürdig und bitte alles, was man sonst noch für einen späteren Ehemann haben möchte. Und natürlich hat er eine Vergangenheit mit dem gemeinsten Mädchen der Schule (natürlich aus einem total ehrenhaften Grund... oder auch nicht) und versucht, sich von ihr los zu eisen – und dann verliebt er sich in die Protagonistin. Nicht klischeehaft oder so. Aber er würde alles für sie tun. Und man kann ihn einfach nicht nicht mögen, er ist cool. Und viel besser als Heath, zumindest in diesem Buch. Er versteht Zs Situation und versucht, ihr zu helfen. Uuuuund angeblich kann er alle Dialoge aus Star Wars mitsprechen, sogar die von Chewbacca.

Seine Ex, Aphrodite, ist die reichste und gemeinste Person an der Schule. Sie ist der Kopf der Töchter und Söhne der Dunkelheit (so was wie der Schulclub) und damit die nächste Hohepriesterin der Nyx. Was passt, weil sie ein ziemlich praktisches Talent hat. Sie ist mehr oder weniger die Böse hier.

Nun zu den Lehrern. Ich liebe liebe liebe Lenobia. Sie ist sarkastisch, kann Leuten in den Hintern treten und hat keine Manschetten, das auch wirklich zu tun, und sie lässt niemanden auf ihrer Nase herum tanzen. Neferet scheint der perfekte Mutterersatz und Ratgeber zu sein. Die Katzen sind die besten Charaktere im Band.

So weit, so gut. Nun zum Hintergrund und der Welt. Das House of Night ist ein Internat für Jungvampyre. Es ist eine High School in der man lernt, wie man ein guter kleiner Vamp ist, mit Stunden wie Soziologie, Literatur und vielen Sportarten – wie Reiten. Außerdem gibt es überall Katzen. Nyx ist eine sanfte und auf jede mögliche Weise coole Gottheit, die quasi alles erlaubt, da sie an die freie Wahl und all das glaubt. Weiteres gibt es im Artikel Welt zu lesen.

Also, abgesehen davon, dass die Charaktere ein wenig klischeehaft und der Stil ziemlich umgangssprachlich ist, haben die Autoren einen ziemlich guten Job mit originellen Ideen gemacht. Die Geschichte ist wirklich, wirklich spannend, egal wie oft man sie schon gelesen hat. Und es gibt keine Fehler, die mir aufgefallen wären. Und ich habe eine wirklich detaillierte Suche gemacht, nachdem mir aufgefallen ist, was in Ungezähmt (Untamed) alles schief gelaufen ist – ursprünglich waren es mal 5 Sterne, ich sags nur.

 

Zusammenfassung:

Alles in allem gebe ich Sterne für Ideen und Plot plus jeweils ½ für Charaktere und den Stil.

 

Nächster Teil:

Betrogen

 

House of Night (2) - Betrogen von P.C. und Kristin Cast

24/07/2016 11:33

Und der zweite Teil der House of Night serie: Betrogen (Französisch Trahie, Englisch Betrayed). Ich habe es auf Deutsch gelesen, wo es 478 Seiten beinhaltet. Ursprünglich 2007 veröffentlicht.

Zoey hat endlich das geschafft, dass sie für unmöglich gehalten hat: Sie hat einen Platz gefunden, an den sie gehört. Als neuer Kopf der Töchter und Söhne der Dunkelheit hat sie vor, das Leben am House of Night zum Besseren zu wenden – und Nyx scheint das zu begrüßen. Es wäre gerade zu perfekt – wenn sie es schaffte, Heath loszuwerden. Aber eine Tragödie lässt das Problem in den Hintergrund treten und Z beginnt, eine Verschwörung aufzudecken, die ihre Welt auf den Kopf stellt...

 

Okay, so weit zur Inhaltszusammenfassung. Wir haben nette Ideen und der stil ist wie üblich.

Stevie Rae, die Zwillinge und Damien sind okay und die kleine Abenteurergruppe wird mit Jack aufgefüllt – Damians eher femininer, fester Freund (und ich sage „feminin“ nicht, um irgendjemanden zu diskriminieren. Ich denke nicht, dass jede homosexuelle Person automatisch entweder feminin oder maskulin ist, je nachdem, welchem Geschlecht sie nicht angehören – oder dass sie schwach, krank oder sonst was wären. In diesem Fall ist es aber so, dass Jack einfach feminin ist, Damien sagt selbst, dass er „tuntig“ wäre).

Man lernt Aphrodite auf eine ganz andere Art kennen – sie hat ihre Gründe für ihr Verhalten. Und sie und Zoey müssen sich verbünden, um Zs Großmutter zu retten – und hinterher noch für anderen Kram.

Ich mag es übrigens, wie sie diese Brückenproblematik gemacht haben.

Die Polizisten sind wirklich nett, sie sind ruhig und werten nicht, im Gegensatz zu fast jedem andere Menschen in dem Buch – abgesehen von Heath und Grandma Redbird. Es ist eigentlich ganz süß, wie sich Heath um sie kümmert.

SPOILER

Seine wieder erweckte Beziehung zu Z ist so wenig überrascht wie angenehm für mich. Ich mag Erik und er tut mir leid: Er vertraut Z, er liebt sie und sagt, dass er sie lieber teilen als verlieren will – und sie macht dann so was, sie nutzt das vollkommen aus. Okay, zugegebenermaßen hat sie es versucht. Sie hat wirklich versucht, dass im Keim zu ersticken und Heath den Laufpass zu geben. Aber hinterher hat sie Erik rein gar nichts davon erzählt! Und das ist überhaupt nicht okay. Sie schuldet ihm Ehrlichkeit, aber das ist nicht gerade ihre Stärke.

Zu ihren anderen Beziehungen: Ich hasse Loren. Vielleicht, weil meine Familie praktisch aus Lehrern besteht und ich mit ihren Werten im Bezug auf Arbeitsmoral und Verantwortung groß geworden bin – was sie wirklich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das bedeutet für mich, dass allein die Idee, sich in seinen eigenen Lehrer zu verlieben, wenn man in Zs Alter ist, eher merkwürdig ist – und ich kein wirkliches Verständnis dafür aufbringen kann. Aber die Idee, dass ein Lehrer versucht, die Schüler seiner Schule zu verführen, ist für mich unbeschreiblich ekelerregend. Wenn man sich wirklich in jemanden verliebt hat, der jünger ist, und der nun Mal zufälligerweise an der selben Schule ist, wie man selbst, wie bei Anastasia und Dragon? Kein Ding. Aber wenn man dementsprechend handelt und versucht, die Betreffende zu verführen? Zur Hölle, nein! Oder vielleicht hasse ich ihn einfach, weil es mich nervt, dass Zoey noch einen Kerl hat – im Ernst, dass ist doch bescheuert! Eine dritte Möglichkeit wäre, dass ich es damals, als ich es zum 1. Mal gelesen habe, einfach habe kommen sehen. Er ist ein Arsch.

Abgesehen davon ist Stevie Rae's Tod wirklich gut gemacht, wie auch die Szene in den Tunneln – arme Elizabeth Kein Nachname. Hätte es nicht Elliot werden können?

Das Buch war spannend, die Charaktere durchschnittlich – aber die Ideen immerhin originell. Also....

 

Zusammenfassung:

Ein Stern für die Ideen und einen für den Plot. Der Stil und die Charaktere waren weder gut, noch schlecht genug für eine Bewertung.

 

Voriger Teil:

Gezeichnet
 

Nächster Teil:

Erwählt

 

House of Night (3) - Erwählt von P.C. und Kristin Cast

24/07/2016 11:35

Und nun zu Teil 3/12: Erwählt (Chosen, Choisie). Ich habe es mit 409 Seiten auf Deutsch gelesen. Ursprünglich 2008 veröffentlicht.

Alles hat sich verändert – unwiderruflich. Z muss versuchen, ihre BF zu retten, während sie gleichzeitig all ihr wissen vor ihrem gedankenlesenden Feind geheim halten muss – selbst wenn das heißt, dass Zs einzige Alliierte Aphrodite ist, von all den Leuten! Während ihr Herz von gleich drei Jungs beansprucht wird, muss Z mit ihrem schlechten Gewissen kämpfen – und die Morde am House of Night gehen weiter.

 

Okay. Dieses Buch ist echt nicht gut. Tut mir leid, aber es stimmt. Lasst mich mit den inhaltlichen Fehlern und den OoCs anfangen (= Out-of-character-s).

- Spoiler

Damien ist so was wie das Hirn. Er ist der intelligenteste Junge der schule. Er hätte doch mindestens mal Verdacht geschöpft. Im Ernst! Okay, Jack und Stevie Rae haben ihn abgelenkt, aber er und die Zwillinge wollen sich doch um Z kümmern – weil sie denken, dass Z am meisten verloren hat, weil SR ihre Zimmernachbarin und ihre BF war. Übrigens, wieso haben die Zwillinge nicht gemerkt, dass irgendwas los war? Sie sind quasi in Loren verknallt. Und sie haben eine Nase für Skandale – und das wäre einer, ohne Zweifel. Wenn Zoey eine gute Lügnerin wäre, hätte ich kein Problem damit. Oder wenn sie eine gute Schauspielerin oder nur annähernd durchschnittlich intelligent wäre, okay (sorry, ich weiß, dass klingt böse, aber es stimmt einfach! Sie ist die mit den göttlichen Fähigkeiten und Instinkten, Nyx ist die, die ihr sagt, was sie tun soll!). Aber das ist nun mal einfach nicht der Fall! Also, wollt ihr mir ernsthaft erzählen, dass jemand, der nicht lügen kann, und ständig ein schlechtes Gewissen wegen ihrer Geheimnisse und ihrer Affäre mit einem Lehrer hat, das vor ihren Freunden verheimliche kann, deren Hobby es ist, die Nase in anderer Leutes Angelegenheiten zu stecken, und sie im Auge behalten, weil sie sich Sorgen um sie machen? Wie denn? Außerdem verführt Loren sie doch, wann immer er sie sieht – und weil sie ein wenig blind sein kann, muss er echt offensichtlich werden. Aber nein, niemand schöpft verdacht – der einzige, der was merkt, ist Erik – und er denkt nicht mal dran, dass das sie was mit dem (um es mit JLA zu sagen) „Fahrrad“ der Schule haben könnte... Genau. Richtig. Sinnvoll, oder auch nicht.

- Z hört auf, Nefert zu vertrauen und macht einen riesen Aufriss, um nicht mit ihr allein zu sein. Niemandem fällt was auf. Klar.

- Z schlecht sich relativ häufig aus der Schule, um Stevie Rae oder Heath zu besuchen – und sie fängt an, verdammt viel Zeit mit Aphrodite zu verbringen. Immer noch merkt niemand, dass da was faul ist. Wirklich, sind die blind?

- Apropos Aphrodite: Ich mag sie. Sie hat sich wirklich viel Vverändert – blöderweise aber viel zu schnell. Das Aphrodite irgendwann mal aufhören würde, Zoey a) zu manipulieren, sie b) zu hassen und sie c) zerstören zu wollen, war klar. Das Zoey ihr irgendwann trauen würden? Logisch, sie ist nicht nachtragend. Aber das ist alles viel zu schnelll passiert! Wirklich, auf mich wirkt es, als wäre irgendein Alien gekommen und hätte an ihrem Hirn herumgepfuscht (ich hoffe, der Nachname war Black). Es pasiert einfach viel zu schnell!

- Okay, ich habe jetzt ganz viel Zeit darauf verwendet, klar zu machen, dass das „Geheimnis“ um Z und Loren eigentlich kein Geheimnis sein dürfte. Nur zur Affäre selbst. Weil die ungefähr genauso realistisch ist. Wollt ihr mir wirklich erzählen, dass Zoey Redbird, Auserwählte von Nyx, die die wichtigsten Infos aus ihrem Bauchgefühl und ihren Träumen bekommt, Loren nach all dem immer noch vertraut? Ehrlich, sie hatte von Anfang an ein schlechtes Gefühl bei ihm. Und dann träumt sie davon, dass er und Neferet böse sind – Nyx sagt ihr das praktisch – und Zoey vergisst das einfach darüber, dass er soooo viel besser aussieht als Erik oder Heath? Echt jetzt??

Nun gut. Das einzige, was ich an diesem Band wirklich mag (abgesehen davon, dass Z mal die Konsequenzen für ihr Verhalten zu spüren bekommt) ist Stevie Raes Entwicklung. Das war wirklich gut gemacht. Und es war trotzdem alles spannend. Aber abgesehen davon war das echt nicht gut, dieses Buch. 

Spoiler:

Und ich mag es immer noch nicht, dass Z so viele feste Freunde hat! Im Ernst, wie kann ein Mädchen sich selbst so was antun? Oder den Kerlen? Es ist niemandem gegenüber fair. Heath liebt sie, so sehr, dass er sie lieber teilen als verlieren will – sie behandelt ihn wie ihr persönliches Spielzeug. Erik teilt sie auch lieber, als sie zu verlieren, tut das aber hauptsächlich während der Blutsverbindung. Und sie rammt ihm dafür praktisch das Messer in den Rücken. Und, als wäre das nicht schlimm genug, schläft sie mit Loren, während Erik einen der wichtigsten Momente in seinem Leben hat. Und er erwischt sie dabei auch noch. Das ist mit eine der schlimmsten Sachen, die man jemandem legal in einer Beziehung antun kann (legal heißt so was wie Mord, Vergewaltigung usw. ausgeschlossen). Und sie verletzt sich selbst, weil ein ziemlich großer Teil von ihr weiß, dass das, was sie tut, falsch ist – und weil mit niemandem die Beziehung haben kann, die sie wirklich will, die, in der man seinem Partner vertraut und mit ihm glücklich ist. Alles, was sie hat, sind variierende körperliche Intimitäten: Küsse mit Erik, Blut und anderes mit Heath und Sex mit Loren. Das ist doch alles, was in ihren Beziehungen existiert.

 

Zusammenfassung:

Okay, ich gebe einen halben Stern für Stil und einen halben für die Ideen, plus einen ganzen für Stevie Rae und minus 1 für jeweils Charaktere und die Geschichte – also, null Sterne.

 

Voriger Teil:

Betrogen

 

Nächster Teil:

Ungezähmt

 

House of Night (4) - Ungezähmt von P.C. und Kristin Cast

24/07/2016 11:38

Und nun zu Teil vier: Ungezähmt (Untamed, Rebelle). Ich habe die 511 Seiten auf Deutsch gelesen. Ursprünglich 2008 veröffentlicht.

Zoey ist allein. Ihre Freunde hassen sie, ihre festen Freunde haben ihr den Laufpass gegeben. Sie weiß, dass sie das alles verdient. Aber als eine Prophezeiung davor warnt, dass sie sterben wird, wenn ihre Freunde sie im Stich lassen, ist die kleine Verschnauffspause vorbei: Z muss versuchen, ihre Freunde zurück zu gewinnen und den Plan ihrer Feindin zu verhindern. Der darin besteht, den gefallenen Engel Kalona zu befreien, und ihm in ihrem Krieg gegen die Menschheit zu verwenden... Als selbst die Hohepriesterin der Nyx ihre Feindin nicht mehr unter Kontrolle hat, ist es Zoeys Job, sie zu stoppen – oder den Schaden auf ein Minimum zu begrenzen.

 

Das ist eines meiner Lieblingsbücher der Serie, wegen Stark. Stark hat ein „gesundes“ Selbstwertgefühl, ist einen sarkastischen und selbstironischen Humoor und ist, alles in allem, eine gute Person (und natürilich Hlas über Kopf in Zoey verschossen). Und ich liebe seinen Hund. Aber leider heißt das nicht, dass das Buch weniger Fehler als sein Vorgänger hätte. Nahahahahein....

- Lasst mich mit Zoeys Grandma anfangen. Sie wusste auf erstem Blick, wer Jack war, obwohl Zoey nie über ihn geredet hat. Und sie behandelt Aphrodite wie eine zweite Tochter, obwohl sie ihres Wissens nach eine üble Tyrannin ist, die ihre Visionen für sich behalten hat, obwohl deswegen Menschen sterben würden. Sicher, sie wusste, dass Aphrodites Vision ihr das Leben gerettet hat, aber diese eine Gelegenheit, für die Aphrodite auch eine Gegenleistung will, kann doch nicht für so viel Vertrauen sorgen! Trotzdem behandelt sie Aphrodite wie ihre Lieblingsperson. Übrigens, Aphrodites Visionen und ihre Veränderungen sind wirklich gut gemacht. Ich mag ihren Schwarm, Darius, er hat was.

- Noch was bezüglich Zoeys Grandma: 

SPOILER: 

Wie blöd ist sie eigentlich? Sie sieht, dass ein Rabenspötter sie verfolgt und dass sie eine wirkliche Gefahr sind, aber sie geht immer noch ALLEINE raus? Sie hätte sich a) über das Internet versorgen sollen (Amazon hat schließlich so gut wie alles), oder b) einen Jungvampyr bitten können, mit ihr zu gehen?

- Weiter im Text: Jack wird plötzlich ohne jede Erklärung wichtig und hat geheime Informationen, Seiten bevor sie ihm erklärt werden... okay.

- Spoiler:

Wo wir schon bei Zs Freunden sind: Sie verehren Neferet, sie ist ihr Idol und ihre Lieblingserwachsene. Trotzdem glauben sie Z. Zoey hat sie angelogen, hat wichtige wie (auf apokalyptischen Maßstab) unwichtige Informationen von ihnen fern gehaltn, sie hat ihre Freunde betrogen und... wie können sie ihr noch vertrauen, vor allem, wenn es um so was geht? Wieso sollten sie ih glauben Das ergibt doch keinen Sinn! Außerdem besteht das Problem mit Neferets Telepathie immer noch, also sollte sie das ihren Freunden doch eigentlich gar nicht erzählen, oder?

- Zu Erik: Okay, diese Szene im Klassenraum? Die ist soooo komisch. Wie kommt es, dass der erwachsene Erik so was kindisches abziehen kann? Hat eigentlich keiner hier irgendwelche Arbeitsethik?

Und gibt es keine Qualifikationen für Lehrer? Sicher, das ist a) nicht Deutschland, also weiß ich nicht allzu viel darüber, und b) eine Schule für Jungvampyre, aber jetzt mal allein wegen der rechtlichen Seite aus muss doch die Schule dafür sorgen, dass sie professionelle Lehrer hat! Wenn etwas im Unterricht passiert (wie, das jemand stirbt?), könnten die Eltern die Schule doch verklagen! Klar, das ist keine Schule für Menschen, aber sie sind doch immer noch Bürger der USA, oder? Denn ansonsten wurde und echt ziemlich viel Bürokratie verschwiegen. Aber es gibt nicht nur das rechtliche Problem. Es sollte doch mindestens einer im Raum bleiben, um dafür zu sorgen, dass Erik dem Image der Schule nicht schadet. Und... mal eine ganz logische Frage: Wieso hat die Schule nicht einfach ein Mitglied der söhne des Erebos gebeten, einzuspringen – die können im Falle eines Amoklaufs des Serienmörders die Schüler beschützen, vielleicht sogar Informationen über ihn/sie bekommen – denn irgendjemand weiß doch immer was, dessen Wichtigkeit er/sie unterschätzt. und die Söhne des Erebos haben so was wie einen Abschluss, sonst könnten sie in der Gruppe doch gar nicht mitmachen, oder? Und sie bringen anderen Söhnen des Erebos, den Neulingen, etwas bei, richtig? Also haben sie einen Abschluss in Musik, Kunst, Lyrik oder Theater, je nachdem, was sie damals gewählt haben, dementsprechend können sie doch zumindest mal die Basics weitergeben, oder sehe ich das falsch? Außerdem haben sie die Reife und vor allem den Altersabstand, um sich selbst als Lehrer zu sehen und so die Teenager unter Kontrolle zu halten – während Erik doch in seinem eigenen Kopf immer noch Schüler ist, weil er gerade erst verwandelt wurde. Die einzige Qualifikation, die Erik hat, ist die, dass seine Ex wichtig für die Geschichte ist!

- Übrigens, wieso haben wir vor diesem Teil noch nichts von den Söhnen des Erebos gehört? Sie sind doch quasi die Polizei – und wichtig, nicht?

- Schließlich und endlich: Die Rabenspötter. Sie sind nach Prof. Nolans Tod gekommen, zumindest nach Zoey, aber nichts davon wurde in Erwählt (Chosen) beschrieben... okay. Richtig.

Aber abgesehen davon war das Buch gut gemacht, besonders der Cherokee-Hintergrund. Und ich liebe diese Nonnen. Sie sind so cool!

Ich mag auch die Hohepriesterin – und wie sie Neferet den Wind aus den Segeln nimmt. Ihre Verbindung zu Lenobia ist interessant.

Sonst noch was? Ach ja! Ich mag die Söhne des Erebos. Die haben echt was.

 

Zusammenfassung:

Ich gebe dem Buch einen Stern für die Ideen und jeweils ½ für Stil und den Hintergrund, minus eins für jeweils den Plot und die Charaktere. Ich würde gerne eine bessere Bewertung geben, aber... da sind einfach zu viele Fehler.

 

Voriger Teil:

Erwählt

 

Nächster Teil:

Gejagt

 

House of Night (5) - Gejagt von P.C. und Kristin Cast

24/07/2016 11:41

Nun zu Gejagt, Teil 5 der House of Night Reihe (Traquée, Hunted). Ich habe die 546 Seiten auf Deutsch gelesen. Ursprünglich 2009 veröffentlicht.

Es ist schief gelaufen. Alles ist so schief gelaufen. Als Kalona befreit wird, fliehen Zoey und ihre Freunde in die Tunnel, während Silvester zu einem wahr gewordenen Alptraum wird. Zoey beginnt, von einem gefallenen Engel zu träumen, und die beiden Seherinnen haben zwei Prophezeiungen für sie – aber dann passiert etwas furchtbares: Die einzige Person, die Zoey retten kann, ist die, die sie am meisten tot sehen will.

 

Das Buch war echt cool! Als Erstes: Ich LIEBE LIEBE Stark! Er ist der interessanteste Charakter der Reihe, 

(SPOILER

was sich leider ändert, nachdem sie offiziell zusammen sind, und er ist ihr bester fester Freund! Stark als der Böse, der umgedreht werden könnte, ist sooo cool! Das Verhalten passt zu ihm. Ich liebe die Szene, in der sie im selben Bett schlafen. Und die, in der er versucht, sie davon zu überezugen, dass sein Bogen die Universallösung ist. Das ist so typisch... ich wollte gerade „Kerl“ schreiben, aber das stimmt nicht ganz. Weil ich mir ziemlich gut vorstellen könnte, so was in der selben Situation scherzhaft zu versuchen. Wie dem auch sei, ich finde seine Entwicklung echt cool!

Und der neue Plot in der Schule – besonders die Möglichkeiten, mit denen die Zwillinge und Damien die Infos geheim halten – so gut gemacht.

Was auch noch cool ist, sind die neuen Blutsbande. 

Spoiler:

Echt jetzt, Aphrodite und Stevie Rae? O Gott/Göttin, so cool!

Und übrigens, Aphrodite und Darius? Ich mag das Paar. Ich mag Darius, Ende. Er ist ruhig, bodenständig und vertrauenswürdig. Außerdem ist es süß, wie sehr er in die verknallt ist – von all den Leuten! Und er ist jemand, der Leute beschützt und das Gute in ihr sehen kann. Wie gesagt, er ist eine gute Person.

Erik wurde ebenfalls von Aliens entführt. Das ist die einzige Erklärung, die mir zu seinem Verhalten einfällt. 

Spoiler:

Er hat sich so sehr verändert, er ist nicht mehr dieselbe Person! Er ist ein Sex besessenses, ständig eifersüchtiges Arschloch, und das macht überhaupt keinen Sinn: Nichts von ihm erinnert an den Typen, den Zoey in Gezeichnet (Marked) kennen gelernt hat! Zugegeben, er wurde in Erwählt (Chosen) echt verlett. Er hat keinen Grund mehr, ihr noch zu vertrauen, schon gar nicht mit anderen Kerlen. Aber er sagt, dass er immer noch mit ihr zusammen sein will. Und diese 180° Wendung ist echt übertrieben.

Natürlich gibt es noch andere Fehler hier.

- Lasst mich mit dem Anfang der Geschichte beginnen. 

Spoiler Alert:

Stevie Raes Wunde. Es wird gesagt, dass der Pfeil durch die Mitte ihrer (flachen) Brüste getrieben wurde. Was bedeutet, dass es durch ihr Brustbein und ihre Wirbelsäule gegangen ist. Huh? Ein Holzpfeil? Von einem Vamp abgeschossen, also sollte die nötige Kraft definitiv da sein. Aber... angenommen, ihr Brustbein und ihre Wirbelsäule sind nicht gesplittert und haben ihre inneren Organe perforiert – was eigentlich ziemlich wahrscheinlich wäre – wie konnte sie ihren Körper unterhalb der Einschussstelle immer noch bewegen? Weil hier doch mindestens eine partielle Lähmung, oder, wahrscheinlicher, eine komplette Lähmung entstanden sein müsste, was bedeuten würde, dass sie nicht mal mehr was unterhalb der Wunde spüren könnte. Und... was ist mit dem ganzen Zeigs zwischen Brustbein und Wirbelsäule? Ich bin kein Experte für Organe, ich kenne mich eher mit dem Skelett und der Muskulatur aus, aber hätte da nicht mindestens eine wirklich heftige Blutung heraus kommen müssen, die den Transport unmöglich macht? Oder das Überleben für mehr als ein paar Minuten?

- Wo wir schon gerade über Wunden reden: Der Rabenspötter müsste Zoey entweder umgebracht haben, innerhalb der ersten paar Sekunden, weil Herz oder Lunge perforiert, oder es wäre nicht tödlich gewesen. Bei ersterem hätte sie geröchelt, weil sich Lunge/Herz mit Flüssigkeit gefüllt hätten, was die Funktion ein wenig beeinträchtigt. So minimal und sie hätte den Transport nicht überlebt. Bei zweiterem hätte der Rabenspötter nicht einmal eine Arterie erwischt, was bedeuten würde, dass dass sie a) nicht so viel Blut verloren hätte und b) nicht zu Neferet hätte gehen müssen.

- Und die letzte Wunde. Darius Blut kann nicht durch den ganzen Raum spritzen. Das ist absolut unmöglich! Der Raum ist zu groß, die Wunde zu klein und es gibt zu wenig Spannung innerhalb der Wange, um genug Druck aufzubauen, damit das Blut überhaupt weiter als ein paar Zentimeter spritzt. Wirklich, wo waren die Lektoren? Oder der gesunde Menschenverstand?

- Weiter im Text: Zoey ist nicht zwei oder drei Mal in Ohnmacht gefallen, sonder 3 Mal in Gezeichnet (Marked), als sie gezeichnet wurde, hingefallen ist und als Nyx sie geküsst hat, einmal in Betrogen (Betrayed) als Neferet ihre Erinnerungen manipuliert hat und jetzt zweil mal in diesem Buch – als sie aus den Tunneln transportiert wurde und als Kalona sie getragen hat. Das macht 6 Mal.

- Spoiler:

Außerdem ist da noch die Szene mit Rephaim und Kalona, als sie aufwacht, ihre Augen öffnet und Kalona erwartet, statt dessen aber den Rabenspötter sieht. Die macht auch nicht wirklich Sinn. Ich meine, das ist ein verdammter Rabenspötter, der gerade von Draußen kam. Wo er Leute getötet hat. Was hat er gemacht, geduscht und Kalonas Aftershave benutzt? Oder vielleicht ein Duftbäumchen? Sie hätte doch allein das Blut in seinen Federn riechen müssen, oder?

- Und, schließlich und endlich stand Zoey auf den Wurzeln des Baums, den sie umgeworfen hat. Wirklich clever.

Abgesehen von diesen winzigen (hust) Fehlern war das Buch wirklich spannend. Ich habe es genossen.

 

Zusammenfassung:

Ich gebe dem Buch Sterne für Ideen, minus zwei für die Fehler (C & G). Plus SoGH.

 

Voriger Teil:

Ungezähmt

 

Nächster Teil:

Versucht

 

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